Erster Quartiers-Infoabend am 28. November 2017

Der Einladung des ESM-Teams Lutherviertel zum ersten Infoabend in den Treffpunkt Lutherplatz folgten zwar nur „eine Handvoll“ von Bewohnerinnen und Bewohner des Lutherviertels. Dennoch wurde anhand der präsentierten Leitprojekte intensiv diskutiert, welchen Nutzen die in Betrieb gegangene BHKW-Wärmeversorgung im östlichen Lutherviertel bringt. Guido Schwarzendahl bedankte sich bei den anwesenden Mieterinnen und Mietern für das Verständnis während der Bauarbeiten und bekräftigte den Anspruch der Genossenschaft, dauerhaft stabile Heizkosten zu ermöglichen. Andreas Pajunk vom Wärmelieferanten Bauverein Energie & Service ging auf zahlreiche technische Parameter der neuen Anlagentechnik ein und begründete auch den zusätzlichen Einsatz von Fernwärme bei hohen Bedarfsspitzen.

Es zeigte sich, dass die bereits zum wiederholten Mal angelegten Wildblumenwiesen in ausgewählten Innenhöfen zu beliebten Aufenthaltsorten geworden sind und auf weitere Innenhöfe ausgedehnt werden sollten. Guido Schwarzendahl versprach, diesen Wunsch mit Blick auf vorzufindenden unterschiedlichen Gestaltungen zu prüfen. Eventuell wären auch Alternativen denkbar, z.B. die Aufstellung „mobiler Beete“ zur individuellen Bepflanzung und Pflege. Hans Gerd Kleymann zeigte sich erfreut, dass die Wildblumenwiesen so gut angenommen werden, obwohl sie anfangs lediglich als Beispiel für eine klimagerechte Gestaltung gedacht waren. Das in Arbeit befindliche Freiraumkonzept für das Energie- und Klimaquartier werde diese positiven Rückmeldungen aufnehmen.

Aus aktuellem Anlass berichtete Guido Schwarzendahl von der Ankunft der E-Fahrräder zur kostenfreien Nutzung durch die Bewohner des Lutherviertels. Der Verleih könne nun in Kooperation mit dem „Radlager“ an der Merseburger Straße organisiert werden. Nach Festlegung der Ausleihbedingungen würden bald Aushänge in allen Hauseingängen auf den Beginn der Aktion hinweisen. Auf hohes Interesse unter den Anwesenden zählte abschließend die in Kürze verfügbare E-Schnellladesäule im hinteren Bereich der Energiezentrale Lutherstraße 79. Guido Schwarzendahl und Andreas Pajunk erklärten, dass eine Ausweitung der E-Lademöglichkeiten durch die BES vorgesehen sei, so zum Beispiel am historischen Parkhaus Pfännerhöhe. Über eine erneute flächendeckende Haushaltsbefragung Anfang 2018 solle ermittelt werden, wie sich die Sichtweise der Bewohner zum Thema E-Mobilität seit der Umfrage 2016 verändert habe und ob bereits eine „kritische Masse“ an Interessenten erkläre, dass weitere Lademöglichkeiten im Quartier benötigt würden.