Schülerworkshop am 10. Januar 2018

Bereits bei der Konzepterstellung für das Energie- und KlimaQuartier Lutherviertel hatten im Schuljahr 2015/16 Schülerinnen und Schüler einer 8. Klasse der Kooperativen Gesamtschule „Hutten“ mitgewirkt. Die Begleitforschung zum KfW-Programm 432, das die Aktivitäten unterstützt, hatte dies als gelungenen „umweltpädagogischen Ansatz“ ausdrücklich gelobt.

Grund genug für Dana Michaelis von der Freiwilligenagentur Halle-Saalkreis, sich erneut mit einer 8. Klasse der KGS Hutten an der Projektfortsetzung, dem Energetischen Sanierungsmanagement, zu beteiligen. Im Rahmen des Konzepts „Lernen durch Engagement“ soll den Jugendlichen ermöglicht werden, in Ergänzung zu den herkömmlichen Unterrichtsformen an einem gesellschaftlich sinnvollen Thema mitzuarbeiten.

Am Beginn steht natürlich eine Heranführung an das Thema der Energetischen Stadtsanierung. Eine Thematik, die aufgrund ihrer Komplexität eigentlich nicht in den Unterricht passt. Guido Schwarzendahl und Mario Kremling berichteten von den bisher erlangten Erkenntnissen, welche Formen von Energie im Quartier verbraucht werden und welche Vorstellungen für Einsparungen entwickelt worden seien. In der anschließenden Fragerunde diskutierten die Jugendlichen bereits erste Ideen, wie im Freundes- und Familienkreis auf die Themen Energieeinsparung und Klimaschutz aufmerksam gemacht werden könnte. Auch sehr praktische Fragestellungen zur Reichweite von E-Autos oder zur Windenergienutzung im Quartier wurden angesprochen.

Zum Abschluss dieser Auftaktrunde wurde die Besichtigung der Wärmezentrale Lutherstraße 79 vereinbart. Bei dieser Gelegenheit könnten auch die weiteren Energieeinspar-Ideen vorgestellt werden, die im Konzept als „langfristig“ zu realisieren hinterlegt sind. Das Jahr 2050, auf das sich diese Frist bezieht, scheint auf den ersten Blick noch weit entfernt. Für die heutigen Jugendlichen ist eine Beschäftigung mit diesen Fragen dennoch wichtig, denn sie betreffen ihr eigenes Leben als dann verantwortliche Erwachsene.